Häufige Fragen
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Grundsätzliches zur Nahwärme10
Was ist eigentlich Nahwärme?
Bei unserer Nahwärmeversorgung wird die benötigte Wärme nicht mehr in jedem einzelnen Haus durch eine eigene Öl- oder Gasheizung erzeugt. Stattdessen nutzen wir eine zentrale Wärmequelle und transportieren die Wärme über ein unterirdisches Rohrleitungsnetz zu den angeschlossenen Gebäuden.
Im Haus wird lediglich eine kompakte Übergabestation benötigt. Sie übernimmt die Wärme aus unserem Netz und gibt sie an Ihren vorhandenen Heizkreislauf weiter.
Was ist der Unterschied zwischen Nahwärme und Fernwärme?
Technisch funktionieren beide Systeme nach demselben Prinzip. Der Begriff Nahwärme wird üblicherweise für kleinere, regional begrenzte Wärmenetze verwendet.
Bei unserem Projekt sprechen wir deshalb bewusst von Nahwärme, weil die Wärme direkt in unserer Region erzeugt bzw. zur Verfügung steht und in die umliegenden Orte verteilt werden soll.
Warum beschäftigt ihr euch überhaupt mit einem Nahwärmenetz?
Am Vermilion-Standort in Schönewörde entsteht Wärme, die wir zukünftig sinnvoll für die Region nutzen möchten. Statt diese Energie ungenutzt zu lassen, soll sie über ein Wärmenetz für die Beheizung von Wohnhäusern, Gewerbebetrieben und öffentlichen Gebäuden genutzt werden.
Unser Ziel ist eine möglichst langfristige, regionale und wirtschaftlich attraktive Wärmeversorgung.
Woher kommt die Wärme konkret?
Im Mittelpunkt unseres derzeitigen Konzeptes steht die Nutzung der am Vermilion-Standort Schönewörde anfallenden Wärme.
Dort werden unter anderem Blockheizkraftwerke betrieben. Die dabei entstehende Wärme soll künftig nicht ungenutzt bleiben, sondern für die Versorgung der umliegenden Orte eingesetzt werden.
Wird dafür extra Gas verbrannt?
Unser Ansatz ist gerade, vorhandene Wärme zu nutzen, die im Rahmen des bestehenden Betriebs ohnehin entsteht.
Zusätzliche Wärmeerzeuger können allerdings für die Absicherung der Versorgung notwendig sein, beispielsweise als Reserve bei Wartungsarbeiten, technischen Störungen oder besonders hohen Lastspitzen.
Was bedeutet „unvermeidbare Abwärme“?
Damit meinen wir Wärme, die bei einem technischen Prozess ohnehin entsteht und derzeit nicht vollständig genutzt werden kann.
Statt diese Energie ungenutzt an die Umgebung abzugeben, möchten wir sie über das Nahwärmenetz für die Beheizung der Gebäude in unserer Region verwenden.
Ist das langfristig überhaupt eine sinnvolle Wärmequelle?
Ja. Die vorhandene Wärme ist für den Start des Netzes eine sehr interessante Energiequelle.
Noch wichtiger ist aber: Wir bauen nicht nur eine Wärmequelle, sondern eine langfristige Infrastruktur. Das Rohrleitungsnetz kann zukünftig auch mit anderen Wärmequellen versorgt werden.
Ist das Netz also nicht dauerhaft von Vermilion abhängig?
Nein. Natürlich ist die Wärme von Vermilion für die erste Projektphase sehr wichtig. Das Wärmenetz selbst soll aber technologieoffen aufgebaut werden.
Wenn sich die Rahmenbedingungen irgendwann ändern, können grundsätzlich auch andere Wärmequellen eingebunden werden.
Welche anderen Wärmequellen wären später denkbar?
Denkbar sind beispielsweise weitere Abwärmequellen, Großwärmepumpen, Geothermie, Biomasse oder andere geeignete regenerative Wärmeerzeuger.
Das Entscheidende ist: Der Kunde benötigt deshalb nicht erneut eine andere Heizungsanlage. Die Wärme würde weiterhin über dieselbe Übergabestation ins Haus gelangen.
Wie lange soll das Nahwärmenetz betrieben werden?
Wir denken hier nicht in fünf oder zehn Jahren.
Ein Wärmenetz ist Infrastruktur, die für mehrere Jahrzehnte geplant und gebaut wird. Entsprechend langfristig betrachten wir auch die Wärmeversorgung.
Der Hausanschluss15
Wie kommt die Nahwärme von der Straße in mein Haus?
Von der Hauptleitung in der Straße wird eine separate Hausanschlussleitung bis zu Ihrem Gebäude verlegt.
Diese besteht aus gedämmten Vor- und Rücklaufleitungen. Darüber transportieren wir heißes Wasser zum Haus und das abgekühlte Wasser anschließend zurück ins Netz.
Muss dafür mein Grundstück aufgegraben werden?
Für die Hausanschlussleitung muss eine Leitung vom Straßenbereich bis zu Ihrem Gebäude verlegt werden.
Wir versuchen dabei selbstverständlich, die kürzeste und für den Eigentümer verträglichste Trasse zu finden.
Wird mein ganzer Garten aufgegraben?
Nein.
Es wird lediglich die für die Leitung notwendige Trasse hergestellt. Wo es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, können auch grabenarme Verfahren geprüft werden.
Kann ich mitbestimmen, wo die Leitung über mein Grundstück läuft?
Ja.
Wir schauen uns jedes Gebäude individuell an und stimmen die geeignete Leitungsführung mit dem Eigentümer ab. Natürlich müssen dabei technische Anforderungen berücksichtigt werden.
Kann die Leitung unter meiner Einfahrt verlegt werden?
Grundsätzlich ja.
Wir müssen uns die örtlichen Verhältnisse ansehen und berücksichtigen, welche Oberflächen vorhanden sind und welche anderen Leitungen bereits im Boden liegen.
Was passiert mit meinem Pflaster?
Wenn Pflasterflächen für die Verlegung geöffnet werden müssen, werden diese nach Abschluss der Arbeiten entsprechend dem vereinbarten Leistungsumfang wiederhergestellt.
Was passiert mit meinem Rasen?
Auch hier versuchen wir, den Eingriff so gering wie möglich zu halten. Nach Abschluss der Leitungsarbeiten wird die Oberfläche wiederhergestellt.
Was passiert mit meinen Beeten oder Pflanzen?
Wir versuchen die Trasse so zu legen, dass möglichst wenig bestehende Bepflanzung betroffen ist.
Besondere Grundstückssituationen schauen wir uns gemeinsam mit dem Eigentümer an.
Was passiert, wenn auf meinem Grundstück bereits Strom-, Wasser- oder Telekommunikationsleitungen liegen?
Diese Leitungen müssen bei der Planung berücksichtigt werden.
Genau deshalb erfolgt vor der endgültigen Ausführung eine technische Abstimmung.
Wo wird die Leitung in mein Haus eingeführt?
Das wird individuell festgelegt.
Optimal ist meistens eine Stelle möglichst nahe am heutigen Heizungsraum oder Hauswirtschaftsraum.
Muss dafür meine Kellerwand durchbohrt werden?
Wenn Sie einen Keller haben, kann die Leitung beispielsweise durch eine Außenwand in den Keller geführt werden.
Die Hauseinführung wird anschließend fachgerecht und dauerhaft abgedichtet.
Was ist, wenn ich keinen Keller habe?
Auch Häuser ohne Keller können selbstverständlich angeschlossen werden.
Dann wird eine passende Hauseinführung beispielsweise über einen Hauswirtschaftsraum oder einen anderen geeigneten Bereich geplant.
Muss die Übergabestation direkt an der Außenwand hängen?
Nein.
Wir versuchen aber, unnötig lange Leitungswege im Gebäude zu vermeiden.
Wer entscheidet über den endgültigen Standort?
Das machen wir gemeinsam mit Ihnen und den beteiligten Fachunternehmen.
Unser Ziel ist eine technisch gute Lösung, die gleichzeitig möglichst wenig Platz beansprucht.
Was kostet die Leitung auf meinem Grundstück?
Das hängt vom jeweiligen Anschlussmodell und dem endgültig festgelegten Leistungsumfang ab.
Unser Anspruch ist, dass ein Kunde vor Vertragsabschluss eindeutig weiß, welche Leistungen im Anschluss enthalten sind und welche außergewöhnlichen Zusatzleistungen gegebenenfalls separat berechnet werden.
Übergabestation16
Was ist eine Übergabestation?
Die Übergabestation ersetzt im Prinzip den bisherigen Wärmeerzeuger.
Sie nimmt die Wärme aus unserem Nahwärmenetz auf und überträgt diese über einen Wärmetauscher auf Ihre hausinterne Heizungsanlage.
Fließt das Wasser aus dem Nahwärmenetz durch meine Heizkörper?
Nein.
Das Wasser aus unserem Netz und das Wasser in Ihrem Heizkreislauf sind voneinander getrennt.
Die Energie wird lediglich über einen Wärmetauscher übertragen.
Wie groß ist eine Übergabestation?
Eine Übergabestation ist wesentlich kompakter als eine klassische Öl- oder Gasheizung.
Die konkrete Größe hängt vom Wärmebedarf des Gebäudes ab.
Brauche ich dafür einen eigenen Heizungsraum?
In vielen Fällen nicht.
Die Station kann häufig an einer Wand im bisherigen Heizungsraum oder Hauswirtschaftsraum montiert werden.
Ist eine Übergabestation laut?
Nein.
Es gibt keinen Brenner und keine Verbrennung im Haus. Die Anlage arbeitet sehr ruhig.
Gibt es Abgase?
Nein.
Da im Gebäude keine Verbrennung mehr stattfindet, entstehen durch die Nahwärmeübergabestation auch keine Abgase.
Brauche ich weiterhin einen Schornstein?
Für die Nahwärmeversorgung selbst nicht.
Wenn Sie allerdings zusätzlich einen Kaminofen oder eine andere Feuerstätte betreiben, kann der Schornstein dafür selbstverständlich weiterhin benötigt werden.
Braucht die Übergabestation Strom?
Ja, beispielsweise für Regelung, Steuerung und gegebenenfalls Pumpen.
Der Strombedarf ist aber nicht mit dem Strombedarf einer Wärmepumpe vergleichbar.
Wem gehört die Übergabestation?
Bei unserem vorgesehenen Vollanschluss soll die Übergabestation Bestandteil unseres Versorgungssystems sein.
Das hat für den Kunden den Vorteil, dass er nicht selbst einen neuen Wärmeerzeuger anschaffen muss.
Muss ich die Übergabestation selbst kaufen?
Bei unserem vorgesehenen Vollanschluss gerade nicht.
Das ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Ansatzes „Kostenlose Heizungsanlage für Ihr Zuhause“.
Was bedeutet „kostenlose Heizungsanlage“ genau?
Damit meinen wir nicht, dass sämtliche Arbeiten in einem Haus automatisch kostenlos sind.
Wir meinen damit: Sie müssen für die eigentliche Wärmeerzeugung keine neue Öl- oder Gasheizung und auch keine eigene Wärmepumpe kaufen.
Die für unsere Wärmeversorgung notwendige Übergabestation wird im vorgesehenen Modell von uns bereitgestellt.
Was kann trotzdem im Haus Geld kosten?
Je nach vorhandener Heizungsanlage können Anpassungen zwischen unserer Übergabestation und Ihrem vorhandenen Heizsystem erforderlich sein.
Dazu können beispielsweise Rohrleitungsanpassungen, Pumpen, hydraulische Arbeiten oder gegebenenfalls weitere Optimierungsmaßnahmen gehören.
Diese Arbeiten schauen wir uns bei jedem Gebäude individuell an.
Wo liegt zukünftig die Grenze zwischen eurer Anlage und meiner Anlage?
Unsere technische Verantwortung reicht bis zur vertraglich definierten Übergabegrenze an der Übergabestation.
Ihr hausinterner Heizkreislauf – also beispielsweise Rohrleitungen, Heizkörper und Fußbodenheizung – bleibt grundsätzlich Bestandteil Ihrer eigenen Hausinstallation.
Diese Grenze werden wir im Vertrag klar darstellen.
Wer wartet die Übergabestation?
Bei einer Station, die Bestandteil unseres Versorgungssystems ist, übernehmen wir die Wartung der Station.
Sie müssen also nicht selbst regelmäßig einen Heizungsbauer für den Wärmeerzeuger bestellen.
Wer bezahlt eine Reparatur der Übergabestation?
Wenn die Übergabestation in unserem Eigentum beziehungsweise Verantwortungsbereich liegt, kümmern wir uns auch um deren Reparatur.
Das ist für uns ein wesentlicher Vorteil gegenüber einer eigenen Heizungsanlage.
Was passiert, wenn die Übergabestation nach 15 Jahren ersetzt werden muss?
Auch dann möchten wir nicht, dass der Kunde plötzlich einen neuen Wärmeerzeuger kaufen muss.
Bei unserem Betreibermodell ist die Übergabestation Bestandteil der Wärmeversorgung und wird entsprechend instand gehalten beziehungsweise ersetzt.
Bestehende Öl- oder Gasheizung10
Was passiert mit meiner alten Heizung?
Wenn Sie vollständig auf Nahwärme umsteigen, benötigen Sie Ihren bisherigen Öl- oder Gaskessel grundsätzlich nicht mehr.
Ob und wann die vorhandene Anlage entfernt wird, stimmen wir mit Ihnen ab.
Muss meine alte Heizung sofort raus?
Nicht zwingend.
Gerade bei neueren Anlagen kann eine individuelle Übergangslösung sinnvoll sein.
Was passiert mit meinem alten Öltank?
Bei einer vollständigen Umstellung auf Nahwärme benötigen Sie den Heizöltank grundsätzlich nicht mehr.
Die Stilllegung beziehungsweise Entfernung des Tanks ist allerdings eine separate Maßnahme, deren Kosten und mögliche Förderung individuell betrachtet werden müssen.
Muss ich den Öltank sofort ausbauen?
Nein.
Wenn Sie den Platz nicht unmittelbar benötigen, kann ein fachgerecht stillgelegter Tank gegebenenfalls zunächst im Gebäude verbleiben.
Kann ich meinen Kaminofen behalten?
Ja.
Ein Kaminofen ist unabhängig von der Nahwärmeversorgung.
Kann ich meine vorhandenen Heizkörper behalten?
In aller Regel ja.
Nahwärme bedeutet nicht, dass alle Heizkörper ausgetauscht werden müssen.
Funktioniert Nahwärme auch mit alten Rippenheizkörpern?
Grundsätzlich ja.
Gerade ältere, große Heizkörper können sogar sehr gut Wärme übertragen.
Wir schauen uns im Rahmen der technischen Aufnahme an, wie Ihr Heizsystem aufgebaut ist.
Brauche ich eine Fußbodenheizung?
Nein.
Das ist ein wesentlicher Unterschied zu manchen Wärmepumpenkonzepten. Unser Netz soll auch klassische Bestandsgebäude mit normalen Heizkörpern zuverlässig versorgen können.
Kann eine vorhandene Fußbodenheizung angeschlossen werden?
Selbstverständlich.
Die Übergabestation kann auch einen Fußbodenheizkreis versorgen.
Kann ich Fußbodenheizung und Heizkörper gleichzeitig nutzen?
Ja.
Das ist in vielen Bestandsgebäuden bereits heute der Fall und grundsätzlich auch mit Nahwärme möglich.
Warmwasser5
Bekomme ich mit Nahwärme auch warmes Wasser?
Ja.
Die Nahwärme kann sowohl die Raumheizung als auch die Warmwasserbereitung übernehmen.
Muss mein Warmwasserspeicher ausgetauscht werden?
Nicht unbedingt.
Wenn Ihr vorhandener Speicher technisch geeignet ist, kann er gegebenenfalls weiter genutzt werden.
Was passiert, wenn mein Warmwasserspeicher sehr alt ist?
Dann prüfen wir gemeinsam mit unserem Systempartner, ob eine Weiterverwendung sinnvoll ist oder ob ein Austausch wirtschaftlich und technisch sinnvoller wäre.
Habe ich morgens genauso schnell warmes Wasser wie heute?
Ja.
Der Komfort im Haus soll sich durch den Anschluss nicht verschlechtern.
Kann gleichzeitig geduscht und geheizt werden?
Ja.
Die Übergabestation wird entsprechend dem Wärmebedarf des Gebäudes dimensioniert.
Heizkomfort4
Wird mein Haus mit Nahwärme genauso warm wie heute?
Ja.
Unser Ziel ist ausdrücklich nicht, den Kunden vorzuschreiben, dass sie ihr Haus nur noch auf 19 oder 20 Grad heizen dürfen.
Die erforderliche Leistung wird entsprechend dem Gebäude ausgelegt.
Kann ich weiterhin 23 Grad im Wohnzimmer einstellen?
Natürlich.
Wie warm Sie Ihre Räume haben möchten, entscheiden weiterhin Sie.
Kann ich meine Thermostate behalten?
In aller Regel ja.
Funktionieren auch digitale oder smarte Thermostate?
Grundsätzlich ja.
Diese steuern den Heizkörper beziehungsweise den Raum und sind weitgehend unabhängig davon, woher die Wärme kommt.
Energieverbrauch und Einsparung4
Verbrauche ich durch Nahwärme automatisch 15 Prozent weniger Wärme?
Nein, so würden wir das bewusst nicht formulieren.
Ihr Gebäude benötigt bei gleicher Raumtemperatur zunächst dieselbe Wärmemenge.
Warum sprecht ihr dann von Einsparungen bis zu etwa 15 Prozent?
Weil bei einer alten Öl- oder Gasheizung nicht die gesamte eingekaufte Energie tatsächlich als nutzbare Wärme in den Räumen ankommt.
Es entstehen beispielsweise Kessel-, Abgas-, Bereitschafts- und teilweise Speicherverluste.
Diese Verluste können beim Wechsel auf eine zentrale Wärmeversorgung im Gebäude teilweise entfallen.
Spart jedes Haus 15 Prozent?
Nein.
Das wäre unseriös zu behaupten.
Bei einer sehr alten Heizungsanlage kann das Einsparpotenzial deutlich größer sein als bei einem modernen Brennwertgerät.
Deshalb sagen wir ausdrücklich: Einsparungen bis zu etwa 15 Prozent sind möglich, abhängig von der vorhandenen Heizungsanlage.
Wie finde ich heraus, was bei meinem Haus realistisch ist?
Dafür erfassen wir unter anderem die Art und das Alter Ihrer vorhandenen Heizungsanlage sowie Ihren bisherigen Energieverbrauch.
So bekommen wir ein wesentlich realistischeres Bild.
Preise & Preisgarantie14
Wie setzt sich der Nahwärmepreis zusammen?
Grundsätzlich gibt es einen verbrauchsabhängigen Arbeitspreis und einen festen Grundpreis.
Der Arbeitspreis wird nach der tatsächlich gelieferten Wärmemenge berechnet.
Wie hoch soll der Arbeitspreis in Schönewörde sein?
Nach unserem derzeit vorgesehenen Modell liegt der Arbeitspreis für den regulären Wärmebezug bei 9,5 Cent je Kilowattstunde brutto.
Die endgültigen Konditionen werden selbstverständlich Bestandteil des jeweiligen Vertrags.
Wie hoch ist die Grundgebühr?
Für das derzeit vorgesehene K-Anschlussmodell liegt die Grundgebühr bei 13,99 Euro monatlich.
Beim Vorsorgeanschluss gelten andere Konditionen.
Warum gibt es überhaupt eine Grundgebühr?
Weil wir unabhängig davon, wie viel Wärme Sie tatsächlich verbrauchen, das Netz, die Anschlussleistung und die gesamte technische Infrastruktur für Sie bereithalten müssen.
Zahle ich die Grundgebühr auch im Sommer?
Ja.
Die Infrastruktur steht Ihnen ganzjährig zur Verfügung.
Was ist der Arbeitspreis?
Der Arbeitspreis ist der Preis für die tatsächlich aus dem Netz entnommene Wärmemenge.
Wenn Sie weniger Wärme verbrauchen, fällt dieser Teil der Rechnung entsprechend geringer aus.
Wie wird mein Verbrauch ermittelt?
Über einen geeichten Wärmemengenzähler in der Übergabestation.
Sie zahlen damit die Wärmemenge, die tatsächlich an Ihr Gebäude übertragen wird.
Ist Nahwärme günstiger als Heizöl oder Erdgas?
Das lässt sich nicht seriös allein durch einen Vergleich des Brennstoffpreises beantworten.
Bei einer eigenen Heizung gehören auch Anschaffung, Finanzierung, Wartung, Reparaturen, Schornsteinfeger, Pumpen, Ersatzteile und irgendwann wieder der komplette Austausch der Heizungsanlage zu den tatsächlichen Kosten.
Bei unserem Nahwärmemodell entfällt ein großer Teil dieser Kosten.
Warum vergleicht ihr nicht einfach Cent pro Kilowattstunde?
Weil das aus unserer Sicht kein fairer Vergleich wäre.
Bei Heizöl muss beispielsweise auch berücksichtigt werden, dass ein Teil der eingekauften Energie durch Kessel- und Abgasverluste verloren geht.
Außerdem bezahlen Sie Ihre Heizungsanlage selbst.
Was bedeutet eure 10-jährige Preisgarantie?
Unser Ziel ist es, den Kunden langfristige Planungssicherheit zu geben.
Deshalb wollen wir die relevanten, von uns beeinflussbaren Preisbestandteile für zehn Jahre vertraglich absichern.
Bedeutet das, dass sich zehn Jahre überhaupt nichts ändern kann?
Hier müssen wir sauber unterscheiden.
Von außen vorgegebene Veränderungen – beispielsweise neue Steuern oder gesetzliche Abgaben – können nicht unbegrenzt von einem Betreiber garantiert werden.
Deshalb werden wir im Vertrag ganz genau darstellen, welche Preisbestandteile unter die Garantie fallen.
Kann der Betreiber den Preis innerhalb dieser zehn Jahre einfach erhöhen?
Nein.
Genau das soll durch die vertraglich festgelegte Preisgarantie verhindert werden.
Warum bietet ihr überhaupt eine so lange Preisgarantie?
Weil wir mit einer langfristig verfügbaren regionalen Wärmequelle planen und nicht jedes Jahr vom kurzfristigen Einkauf eines einzelnen Brennstoffes abhängig sein möchten.
Was passiert nach zehn Jahren?
Auch danach wird es selbstverständlich kein beliebiges Preisfestsetzungsrecht geben.
Die Preisentwicklung muss nach den gesetzlichen und vertraglichen Regelungen erfolgen.
Vorsorge- & Vollanschluss6
Was ist der Unterschied zwischen einem normalen Anschluss und einem Vorsorgeanschluss?
Ein regulärer Anschluss ist für Kunden gedacht, die tatsächlich auf Nahwärme umsteigen und Wärme beziehen möchten.
Ein Vorsorgeanschluss ist insbesondere für Eigentümer interessant, deren heutige Heizungsanlage noch relativ neu ist, die sich aber trotzdem die Möglichkeit einer späteren Nahwärmeversorgung sichern möchten.
Warum sollte ich einen Vorsorgeanschluss machen?
Weil der günstigste Zeitpunkt für einen Hausanschluss grundsätzlich dann ist, wenn das Netz ohnehin gebaut und die Straße geöffnet wird.
Ein Einzelanschluss viele Jahre später kann erheblich aufwendiger sein.
Muss ich beim Vorsorgeanschluss sofort Wärme abnehmen?
Nach unserem derzeitigen Modell nicht.
Der Anschluss wird zunächst vorbereitet, damit ein späterer Wechsel wesentlich einfacher möglich ist.
Gibt es beim Vorsorgeanschluss schon einen Arbeitspreis?
Solange keine Wärme geliefert wird, fällt auch kein Arbeitspreis für Wärme an.
Gibt es beim Vorsorgeanschluss eine Grundgebühr?
Nach dem derzeit vorgesehenen Modell ist für den Vorsorgeanschluss eine monatliche Grundgebühr von 39,99 Euro vorgesehen.
Warum ist die Grundgebühr beim Vorsorgeanschluss höher?
Weil wir Infrastruktur speziell für dieses Gebäude errichten und langfristig vorhalten, obwohl zunächst noch keine Wärmemengen verkauft werden.
Das unterscheidet den Vorsorgeanschluss wirtschaftlich vom direkt belieferten Anschluss.
Förderung7
Gibt es Förderung für meinen Nahwärmeanschluss?
Ja, grundsätzlich können bei einem förderfähigen Anschluss an ein Wärmenetz Fördermöglichkeiten für Maßnahmen im Gebäude bestehen.
Welche Förderung in Ihrem konkreten Fall möglich ist, muss individuell geprüft werden.
Wird die Übergabestation gefördert?
Wir müssen hier zwischen unserem Wärmenetz und Ihrer Hausinstallation unterscheiden.
Die Übergabestation ist bei unserem Modell Bestandteil der Wärmeversorgung.
Förderrelevant für Sie können insbesondere notwendige Arbeiten an Ihrem hausinternen Heizsystem sein.
Was kann in meinem Haus gefördert werden?
Je nach Förderbedingungen können beispielsweise notwendige Arbeiten zur Anbindung Ihres vorhandenen Heizkreises an die Übergabestation, ein hydraulischer Abgleich oder weitere erforderliche Umfeldmaßnahmen förderfähig sein.
Können auch Heizkörper gefördert werden?
Wenn bestimmte Maßnahmen für die Optimierung des Heizsystems notwendig sind und die jeweiligen Fördervoraussetzungen erfüllt werden, können auch solche Arbeiten förderfähig sein.
Das muss jedoch im Einzelfall geprüft werden.
Wer hilft mir bei der Förderung?
Unser Systempartner EBS soll gemeinsam mit Ihnen prüfen, welche Fördermöglichkeiten für Ihr Gebäude bestehen und Sie bei der Antragstellung unterstützen.
Sie sollen sich also nicht allein durch die verschiedenen Förderbedingungen arbeiten müssen.
Garantiert ihr mir die Förderung?
Nein.
Das können und werden wir nicht versprechen.
Eine verbindliche Förderzusage kann ausschließlich der jeweilige Fördergeber erteilen.
Wann darf ich mit den Arbeiten beginnen?
Gerade bei Förderprogrammen ist die richtige Reihenfolge sehr wichtig.
Deshalb sollten Sie nicht einfach eigenständig Arbeiten beauftragen, bevor geklärt ist, welche Förderbedingungen eingehalten werden müssen.
Versorgungssicherheit12
Was passiert, wenn ein BHKW bei Vermilion ausfällt?
Die Wärmeversorgung soll nicht von einem einzigen Aggregat abhängen.
Am Standort gibt es mehrere Anlagen, und zusätzlich wird für das Wärmenetz ein entsprechendes Redundanz- beziehungsweise Ersatzwärmekonzept vorgesehen.
Was passiert, wenn die gesamte Abwärme kurzfristig ausfällt?
Auch für diesen Fall muss es eine Ersatzwärmeerzeugung geben.
Versorgungssicherheit gehört für uns zu den wichtigsten Punkten der technischen Planung.
Gibt es einen Notkessel?
Im Versorgungskonzept wird eine ausreichende Reserve- beziehungsweise Ersatzwärmeerzeugung berücksichtigt.
Die konkrete technische Auslegung ist Bestandteil der laufenden Machbarkeitsstudie.
Was passiert bei minus 15 oder minus 20 Grad?
Das Netz wird nicht nur für Durchschnittstemperaturen ausgelegt.
Bei der Planung betrachten wir ausdrücklich die erforderliche Spitzenleistung an kalten Wintertagen.
Bekommen Häuser am Ende des Netzes weniger Wärme?
Nein.
Ein technisch korrekt geplantes Wärmenetz wird hydraulisch so dimensioniert, dass die erforderliche Leistung an jedem Anschluss zur Verfügung steht.
Was passiert bei einem Rohrbruch?
Das Netz wird überwacht. Ein betroffener Abschnitt kann lokalisiert, abgesperrt und repariert werden.
Natürlich kann es dabei wie bei jeder technischen Infrastruktur zeitweise zu einer Unterbrechung kommen.
Gibt es einen Störungsdienst?
Ja.
Für ein Wärmenetz dieser Größenordnung benötigen wir einen entsprechenden technischen Bereitschafts- und Störungsdienst.
Der Kunde soll bei einer Störung einen eindeutigen Ansprechpartner haben.
Was passiert bei einem Stromausfall?
Auch Nahwärme benötigt Strom, beispielsweise für Pumpen und Steuerungen.
Das ist bei einer modernen Öl- oder Gasheizung allerdings genauso. Auch deren Brenner und Pumpen funktionieren ohne Strom nicht.
Was passiert, wenn Vermilion den Standort irgendwann aufgibt?
Das ist eine berechtigte Frage.
Deshalb bauen wir das Wärmenetz so, dass es langfristig nicht ausschließlich von einer einzigen Wärmequelle abhängig sein muss.
Das Netz bleibt bestehen und kann zukünftig mit anderen Wärmeerzeugern versorgt werden.
Muss ich dann wieder eine eigene Heizung einbauen?
Nein.
Gerade darin liegt ein großer Vorteil eines Wärmenetzes.
Die Erzeugung kann zentral verändert werden, ohne dass in jedem einzelnen Gebäude ein neuer Wärmeerzeuger installiert werden muss.
Könnte später Geothermie genutzt werden?
Grundsätzlich ja.
Gerade für langfristige Wärmeversorgungskonzepte ist Geothermie eine interessante Option.
Könnten auch Großwärmepumpen eingesetzt werden?
Ja.
Das Netz ist grundsätzlich dafür geeignet, zukünftig unterschiedliche Wärmequellen miteinander zu kombinieren.
Vergleich mit Wärmepumpe6
Warum soll ich Nahwärme nehmen und nicht einfach eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe kann eine sehr gute Heizlösung sein. Wir behaupten nicht, dass sie grundsätzlich schlecht ist.
Bei unserer Nahwärme benötigen Sie aber keine eigene Wärmeerzeugungsanlage, kein Außengerät und müssen auch nicht selbst das technische Risiko einer Wärmepumpe tragen.
Brauche ich bei Nahwärme ein Außengerät?
Nein.
Habe ich bei Nahwärme Außengeräusche?
Nein.
Es gibt kein Wärmepumpen-Außengerät mit Ventilator auf Ihrem Grundstück.
Muss ich bei Nahwärme erst das Haus dämmen?
Nein.
Das ist gerade für viele Bestandsgebäude interessant.
Wir planen die Wärmeversorgung so, dass auch Gebäude mit klassischen Heizkörpern angeschlossen werden können.
Ist Nahwärme immer günstiger als eine Wärmepumpe?
Nein.
Das wäre unseriös zu behaupten.
Es hängt stark vom Gebäude, vom Stromverbrauch, von notwendigen Sanierungsmaßnahmen, vom Investitionsbedarf und von den jeweiligen Tarifen ab.
Wo liegt dann der Vorteil der Nahwärme?
Ein wesentlicher Vorteil ist die Verlagerung der Wärmeerzeugung aus dem einzelnen Gebäude heraus.
Der Kunde braucht langfristig keinen eigenen Wärmeerzeuger mehr und muss ihn auch nicht selbst ersetzen.
Vergleich mit Öl und Gas4
Meine Ölheizung funktioniert doch noch. Warum soll ich wechseln?
Wenn Ihre Heizung technisch gut funktioniert, müssen Sie diese Entscheidung nicht aus Angst treffen.
Sie sollten aber berücksichtigen, dass jede Anlage irgendwann ersetzt werden muss.
Mit Nahwärme können Sie sich diese zukünftige Investition in einen neuen Wärmeerzeuger sparen.
Ich habe gerade erst eine neue Gasheizung gekauft. Was soll ich machen?
Gerade für solche Fälle prüfen wir den Vorsorgeanschluss.
Damit können Sie Ihre bestehende Heizung zunächst weiter nutzen und sichern sich trotzdem die Möglichkeit, später vergleichsweise einfach auf Nahwärme umzusteigen.
Was spare ich bei einer Ölheizung zusätzlich?
Bei einer vollständigen Umstellung entfallen beispielsweise Heizölbestellung, Tankbevorratung, Brennerwartung und langfristig auch die Investition in einen neuen Ölkessel.
Entfallen Schornsteinfegerkosten?
Für die Nahwärmeversorgung selbst benötigen Sie keinen Schornsteinfeger.
Wenn Sie allerdings weiterhin einen Kaminofen betreiben, gelten dafür natürlich weiterhin die entsprechenden gesetzlichen Vorgaben.
Bauablauf7
Wann wird das Netz gebaut?
Zunächst führen wir die Machbarkeitsstudie und die Interessenabfrage durch.
Wir müssen wissen, wo ausreichend Anschlussinteresse vorhanden ist, bevor wir die endgültige Trasse festlegen können.
Warum braucht ihr meine Interessenbekundung?
Ein Wärmenetz lässt sich nur sinnvoll planen, wenn wir wissen, welche Gebäude tatsächlich angeschlossen werden möchten.
Aus den Rückmeldungen ergeben sich Trassenführung, benötigte Leistung und letztlich auch die Wirtschaftlichkeit des Netzes.
Ist die Interessenbekundung schon ein Vertrag?
Nein.
Die derzeitige Interessenbekundung dient zunächst der Ermittlung des tatsächlichen Anschlussinteresses und der erforderlichen technischen Daten.
Warum fragt ihr meinen bisherigen Öl- oder Gasverbrauch ab?
Weil wir daraus Ihren bisherigen Energiebedarf abschätzen können.
Diese Informationen benötigen wir, um die Anschlussleistung und das gesamte Wärmenetz richtig zu dimensionieren.
Warum müsst ihr wissen, wie alt meine Heizung ist?
Das hilft uns einzuschätzen, welche Technik im Gebäude vorhanden ist, welches mögliche Einsparpotenzial besteht und welche Umbaumaßnahmen beziehungsweise Fördermöglichkeiten relevant sein könnten.
Was passiert, wenn zu wenige Haushalte Interesse haben?
Dann müssen wir die Planung neu bewerten.
Ein Wärmenetz benötigt eine bestimmte Anschlussdichte, damit es wirtschaftlich betrieben werden kann.
Kann es dann sein, dass meine Straße nicht erschlossen wird?
Ja, theoretisch ist das möglich.
Wenn beispielsweise in einer Straße nur sehr wenige Haushalte angeschlossen werden möchten, kann die Erschließung wirtschaftlich unverhältnismäßig werden.
Genau deshalb ist eine frühzeitige Interessenbekundung wichtig.
Vertragsfragen6
Wie lange läuft der Wärmeliefervertrag?
Da wir eine langfristige Infrastruktur errichten, werden auch die Wärmelieferverträge entsprechend langfristig ausgelegt.
Die konkrete Laufzeit und die Kündigungsbedingungen werden wir transparent im Vertrag darstellen.
Warum brauche ich überhaupt einen längerfristigen Vertrag?
Weil wir für jeden Anschluss erhebliche Investitionen in Straßenleitungen, Hausanschlüsse, Übergabestationen und Wärmeerzeugung tätigen.
Ein solches System kann nicht wie ein monatlich wechselbarer Stromtarif kalkuliert werden.
Bin ich dann abhängig vom Betreiber?
Ein Wärmenetz ist tatsächlich eine leitungsgebundene Versorgung.
Gerade deshalb legen wir großen Wert auf klare Verträge, langfristige Preise und transparente Regelungen.
Kann der Betreiber später einfach verlangen, was er will?
Nein.
Neben dem Vertrag gibt es für Wärmeversorgungsverhältnisse gesetzliche Rahmenbedingungen.
Preisänderungen müssen transparent und nachvollziehbar geregelt sein.
Was passiert beim Verkauf meines Hauses?
Ein Nahwärmeanschluss gehört zur langfristigen technischen Infrastruktur eines Gebäudes.
Wie der bestehende Wärmeliefervertrag bei einem Eigentümerwechsel behandelt wird, wird im Vertrag eindeutig geregelt.
Ist Nahwärme beim Hausverkauf ein Nachteil?
Wir sehen eher das Gegenteil.
Ein Käufer weiß, dass er nicht unmittelbar eine neue Öl-, Gasheizung oder Wärmepumpe anschaffen muss und eine fertige Wärmeversorgung vorhanden ist.
Wartung und Reparatur4
Muss ich jedes Jahr eine Heizungswartung bestellen?
Für die von uns betriebene Übergabestation übernehmen wir im vorgesehenen Modell selbst die notwendige Wartung.
Was ist weiterhin meine Verantwortung?
Ihr eigener Heizkreislauf hinter der Übergabestation bleibt grundsätzlich Ihre Hausinstallation.
Wenn beispielsweise ein Heizkörperventil defekt ist oder eine Leitung im Gebäude undicht wird, gehört dies weiterhin zum Verantwortungsbereich des Hauseigentümers.
Was passiert, wenn die Übergabestation ausfällt?
Dann wenden Sie sich an unseren Störungsdienst.
Wir kümmern uns um die Technik, die in unserem Verantwortungsbereich liegt.
Muss ich dafür einen eigenen Heizungsbauer suchen?
Für einen Fehler an unserer Übergabestation nein.
Genau diesen Aufwand möchten wir dem Kunden abnehmen.
Datenschutz und Verbrauchsdaten4
Warum braucht ihr meine Telefonnummer und E-Mail-Adresse?
Damit wir Rückfragen zum Gebäude, zur technischen Aufnahme und später zur Anschlussplanung direkt mit Ihnen klären können.
Was passiert mit meinen Daten?
Wir verwenden die Daten ausschließlich im Rahmen der zulässigen Zwecke für Planung, Kundenkommunikation und gegebenenfalls spätere Wärmeversorgung.
Die konkreten Datenschutzinformationen werden selbstverständlich transparent zur Verfügung gestellt.
Könnt ihr meinen Wärmeverbrauch aus der Ferne auslesen?
Je nach endgültig eingesetzter Zählertechnik kann eine Fernauslesung vorgesehen werden.
Das erleichtert beispielsweise die Abrechnung und kann auch bei der Erkennung technischer Auffälligkeiten helfen.
Könnt ihr dann sehen, wann ich dusche?
Wir interessieren uns nicht für das persönliche Verhalten eines Kunden.
Erfasst wird die technische Wärmeabnahme. Alle Mess- und Verbrauchsdaten unterliegen selbstverständlich den geltenden Datenschutzbestimmungen.
Besonders kritische Fragen11
Warum macht Vermilion das überhaupt?
Vermilion verfügt am Standort über Wärme, die sinnvoller genutzt werden kann.
Aus unserer Sicht entsteht daraus eine sehr interessante Verbindung: Vorhandene Energie wird regional genutzt und gleichzeitig kann für die umliegenden Orte eine neue Wärmeinfrastruktur entstehen.
Verdient Vermilion daran Geld?
Die konkrete wirtschaftliche und vertragliche Struktur der Wärmebereitstellung ist Bestandteil der Projektentwicklung.
Für den Kunden ist entscheidend, dass daraus langfristig eine wirtschaftliche und verlässliche Wärmeversorgung entsteht.
Verdient ihr als Betreiber daran Geld?
Ein Wärmenetz muss selbstverständlich wirtschaftlich betrieben werden können.
Wir investieren mehrere Millionen Euro in Infrastruktur und müssen Betrieb, Wartung und Ersatzinvestitionen finanzieren.
Unser Ziel ist aber kein kurzfristiges Geschäft, sondern ein langfristig tragfähiges Versorgungsmodell.
Was passiert, wenn die Baukosten höher werden?
Die genaue Investitionshöhe wird derzeit im Rahmen der Machbarkeitsstudie ermittelt.
Unsere Aufgabe ist es, Förderung, Finanzierung, Baukosten und Anschlussquote so zusammenzuführen, dass ein wirtschaftliches Projekt entsteht.
Wie teuer wird das gesamte Netz?
Nach den bisherigen Überlegungen sprechen wir für den betreffenden Projektabschnitt von einer Investition in einer Größenordnung von mehreren Millionen Euro.
Die genaue Summe kann erst nach Abschluss der technischen Planung belastbar genannt werden.
Wird das Projekt gefördert?
Wir prüfen intensiv die zur Verfügung stehenden Förderprogramme.
Gerade die Nutzung unvermeidbarer Abwärme kann für die Förderung eines Wärmenetzes sehr interessant sein.
Diese Fördermittel sind ein wichtiger Baustein, um die Investitionskosten und damit langfristig auch die Kundenpreise zu reduzieren.
Warum soll der Staat so ein Netz fördern?
Weil für die Wärmewende nicht nur einzelne Heizungen ausgetauscht werden sollen.
Wärmenetze ermöglichen es, vorhandene Abwärme und zukünftig weitere klimafreundliche Wärmequellen zentral für viele Gebäude zu nutzen.
Was passiert, wenn die Förderung nicht kommt?
Dann müssen wir die Wirtschaftlichkeit des Projektes neu bewerten.
Wir werden kein Netz auf Grundlage unrealistischer Annahmen bauen.
Ist der Anschluss schon garantiert?
Nein.
Wir befinden uns derzeit in der Projektierungs- und Machbarkeitsphase.
Die Interessenbekundung hilft uns gerade dabei festzustellen, welche Trassen umgesetzt werden können.
Warum macht ihr dann schon Werbung dafür?
Weil wir für die Machbarkeitsstudie reale Daten benötigen.
Wir können kein Netz für theoretische Kunden planen. Wir müssen wissen, wer ernsthaft Interesse hat und wie hoch der tatsächliche Wärmebedarf ist.
Muss ich mich jetzt sofort entscheiden?
Nein.
Wir möchten, dass sich jeder Eigentümer informiert und eine fundierte Entscheidung trifft.
Gleichzeitig brauchen wir zu einem bestimmten Zeitpunkt eine ausreichend belastbare Anschlussquote, damit wir weiterplanen können.
Kernargumente5
Was ist aus eurer Sicht der größte Vorteil der Nahwärme?
Aus unserer Sicht ist der größte Vorteil, dass Sie zukünftig keinen eigenen klassischen Wärmeerzeuger mehr benötigen.
Sie müssen also nicht alle 15 oder 20 Jahre überlegen, ob Sie wieder einen Heizkessel, eine Wärmepumpe oder eine andere Heizungsanlage kaufen.
Die eigentliche Wärmeerzeugung übernehmen wir zentral.
Was bedeutet das finanziell für mich?
Sie sollten nicht nur den Preis einer Kilowattstunde betrachten.
Sie sparen sich perspektivisch die Investition in einen neuen Wärmeerzeuger und bei unserem Betreibermodell auch Wartungs- und Reparaturkosten für die Übergabestation.
Was bedeutet das für meinen Alltag?
Im Idealfall sehr wenig.
Sie drehen weiterhin an Ihrem Thermostat und haben ein warmes Haus.
Um Brennstoffbestellung, Kesselwartung oder Reparatur des Wärmeerzeugers müssen Sie sich zukünftig nicht mehr kümmern.
Warum bezeichnet ihr das als regionale Wärmeversorgung?
Weil wir Energie nutzen möchten, die direkt hier in der Region vorhanden ist.
Die Wärme wird nicht über tausende Kilometer transportiert, sondern entsteht praktisch vor unserer Haustür.
Warum sollte ich mich jetzt für einen Anschluss interessieren?
Weil der wirtschaftlich sinnvollste Zeitpunkt für einen Anschluss der Zeitpunkt ist, an dem das Netz ohnehin gebaut wird.
Wenn wir die Straße einmal erschlossen haben, ist ein späterer Einzelanschluss technisch zwar häufig möglich, aber mit zusätzlichem Aufwand verbunden.
Sonstige Fragen1
Warum soll ich mich für eure Nahwärme entscheiden?
Weil wir Ihnen eine Alternative zur klassischen eigenen Heizungsanlage anbieten möchten.
Bei unserem vorgesehenen Vollanschluss müssen Sie keine neue Öl- oder Gasheizung und keine eigene Wärmepumpe kaufen. Wir stellen die notwendige Übergabestation zur Verfügung und kümmern uns um deren Betrieb, Wartung und Reparatur.
Die Wärme soll zu einem wesentlichen Teil aus einer regional vorhandenen Wärmequelle stammen, die heute bereits entsteht. Gleichzeitig bauen wir das Netz so, dass perspektivisch auch andere Wärmequellen integriert werden können.
Sie erhalten damit eine langfristige Wärmeinfrastruktur für Ihr Gebäude, eine vorgesehene zehnjährige Preisgarantie und vermeiden zukünftige Investitionen in einen eigenen Wärmeerzeuger.
Uns ist dabei wichtig, keine falschen Versprechen zu machen. Ob Nahwärme für Sie wirtschaftlich die beste Lösung ist, hängt von Ihrer heutigen Heizungsanlage, Ihrem Verbrauch und Ihrer persönlichen Situation ab.
Genau deshalb möchten wir vor einer Entscheidung mit jedem Interessenten transparent darüber sprechen, was der Anschluss kostet, was enthalten ist, welche Förderung möglich ist und welche langfristigen Kosten tatsächlich entstehen.
